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#Projektspeckweg #4 | Halbjahresbilanz und Klamottengefummel

Das #Projektspeckweg läuft jetzt etwas länger als ein halbes Jahr. Inzwischen sind 30,9 Kilos weg. Zeit für eine kurze Zwischenbilanz und ein Exkurs zum Thema Kleidung. Vergleichsfotos gibt es am Ende dieses Artikels.

30 Kilo weniger sind schon eine amtliche Menge an Gewichtsverlust. Zusammen mit dem Sport und der zusätzlichen Bewegung hat sich viel verändert. Es geht ja auch darum, die Kontrolle über den eigenen Körper wiederzuerlangen.

Was genau hat sich verändert?
Ich bin grundsätzlich viel mobiler geworden. Für den Weg zum Bus brauche ich jetzt weniger Zeit und muss eventuell länger in der Kälte stehen, weil sich die Wartezeit verlängert. Oder ich laufe den Weg zur U-Bahn. Oder ich kann tatsächlich bereits einen kurzen Sprint hinlegen und den Bus doch noch erwischen. Falls ich zur U-Bahn laufe, brauche ich dafür signifikant weniger Zeit als früher und es strengt mich nicht an. Ich kann gehen und dabei sprechen. Ich kann treppensteigen und dabei sprechen. Meine armen Mitmenschen leiden darunter, dass ich jetzt gar nicht mehr die Klappe halte.

Apropos Treppen: Vor 6 Monaten noch nervige Hindernisse, inzwischen nehme ich immer öfter die Treppe, weil ich es kann. Weil mir die Rolltreppe zu voll ist. Weil halt.

Ich hatte im Video schon schon mal ausgeführt, dass sich Körperfett beim Abnehmen anders anfühlt als beim Zunehmen. Da hatte ich einen Luftballon als Vergleich genommen, aber ein weniger prall gefülltes Kissen ist vielleicht geeigneter. Ein prall gefülltes Kissen ist recht unflexibel, was das Zusammenknüllen und Verformen angeht. Ein Kissen in dem schon 35% des Füllmaterials fehlen, ist formbarer und man darunter liegende Dinge ertasten. Beim Körper sind es dann Muskulatur und Knochen. Bei der Gelegenheit habe ich dann letztens auch meinen Hüftknochen wiedergefunden.

Insgesamt fühlt sich gerade der Speck am Rumpf inzwischen auf eine merkwürdige Art so an, als würde er gar nicht mehr so richtig zum Körper gehören. Eben weil man das Darunter schon ertasten kann. Aber er gehört noch dazu und da ist er auch noch.

Man darf sich das nicht so vorstellen, dass das Fett gleichmäßig verschwindet. Ich habe den Eindruck, dass alles der Schwerkraft folgt und nach unten rutscht. Oben rum verschwinden überzählige Kinne, überbreite Schultern und Schlüsselbeine tauchen aus der Versenkung auf. Eine Speckrolle, die sich monatelang eher unbeeindruckt gab, ist von heute auf morgen weg, auch wenn die Waage keine eklatanten Änderungen verzeichnet. Aber auch das, was gefühlt oder tatsächlich nach unten rutscht, wird weniger. Deswegen brauche ich häufig neue Oberteile, Unterteile und Unterwäsche.

Klamotten

Abnehmen ist teuer. Das, was ich am Essen spare, gebe ich für Kleidung aus. Eben weil man so oft neue Kleider braucht. Ich nutze jeden Schlussverkauf, jeden Rabattgutschein und kaufe zumindest selektiv Kleidung auf Vorrat, zumindest in den nächsten 1-2 kleineren Größen. Das kommt aber sehr auf das Kleidungsstück an. Ich würde mir aber keine Winterjacke in Größe 40 kaufen, weil ich nicht weiß, welche Größe ich im nächsten Winter haben werde. Beim Abnehmen merke ich aber wieder, wie gewürfelt die Größenangaben der Hersteller sind. Ich habe Hosen von Größe 60 bis Größe 50 und die passen alle.

Apropos Winterjacke, ich habe mein Winterzelt kürzlich gegen eine tatsächlich passende Jacke eingetauscht. Auch wenn das Sparbrötchen in mir fand, dass es die alte Jacke für den Restwinter noch getan hätte. Abgesehen davon, dass die neue Jacke nur einen Bruchteil der alten Jacke wiegt: Man sieht einfach vollkommen anders aus, wenn man ein Kleidungsstück in einer passenden Größe trägt. Wer als Kind Kleidung älterer Geschwister geerbt hat, kennt das Gefühl vielleicht.

Generell versuche ich aber, die Sachen möglichst lang zu tragen. Aber habe ich schon viele Dinge verschenkt oder verkauft, die irgendwann einfach nicht mehr “für gut” gingen und deren Sackhaftigkeit nicht mehr bürotauglich war.

Was trage ich nicht mehr? Zipfelscheisse. Irgendjemand fand es mal eine tolle Idee und einen “super Schlankmacher” Damenmode in Übergröße im Zipfellook anzubieten. Seither dominiert der Zipfellook die Moppelmode. Wer sich nichts darunter vorstellen kann: Die Seiten des unteren Saums sind dabei länger als die Mitte. Ich fand das schon immer grenzwertig, aber in gewissen Größenregionen ist es ohnehin schwierig, etwas Hübsches zu finden, da nimmt man dann auch zähneknirschend die Zipfel in Kauf. Mittlerweile nähere ich mich den Größen, die man noch im normalen Laden bekommt. Ein Glück. Es bleibt aber bei meiner These, dass viele “Modedesigner” für Plusgrößen dicke Frauen echt hassen müssen, wenn man sich mal betrachtet, was es zu kaufen gibt.

Ich merke, dass sich mein Kleidungsstil ändert. Das hängt auch damit zusammen, dass ich haufenweise zu kleine “Business-Faschingskostüme” im Schrank hatte und ich die halt angezogen habe, als die wieder passten. Und feststellen musste, dass ich das gar nicht sooo schlecht finde. Aber: Manches Kleidungsstück stellte sich nach Jahren der Aufbewahrung am Ende doch als Fehlkauf heraus.

Ich trage wieder Hosen ohne Gummibund. Wobei ich Gummibund mag, weil der es erlaubt, die Hose sehr lange Zeit zu tragen, während “Festbundhosen” relativ schnell nicht mehr passen.

Ach ja, einige vermeintlich unbequeme Schuhe waren nicht unbequem. Ich war einfach nur zur schwer. Inzwischen habe ich auch wieder ein Paar Schuhe mit Absatz. Keine High Heels, aber doch Absatz. Leider ist die Witterung derzeit nicht kompatibel. Ausserdem kann ich in Schuhen mit nennenswertem Absatz keine “Kilometer machen” und da geht mir Bewegung vor schönem Schuhwerk.

In den nächsten Beiträgen geht es dann um Sport und um “die Tabelle”. Und jetzt noch die angekündigten Vergleichsfotos.

VORHER (Klicken macht gross) HEUTE: Februar 2018

Ende Juni 2017 / Zwei-drei Wochen vor Beginn der Abnahme

Foto: Marion Ellen

Das Kleid vom Juni rutscht mir inzwischen von den Schultern.
Die phänomenale Frisur ist dem Umstand geschuldet, dass ich gerade vom Schwimmen kam.

Ende August 2017 (circa 10 Kilo sind weg)

Foto: Unixhex

Februar 2018 (30kg weg)

 

Ende Juni 2017

Foto: Nikolaus Hoenning

Februar 2018

 

Projekt Speckweg #2 | Hunger

Im heutigen Beitrag soll es um das Thema Hunger gehen und wie ich ihn von Appetit oder der Gier unterscheide. Ich nenne es Gier, weil der Begriff “Heißhunger” nach meiner Auffassung dem Problem nicht gerecht wird. Die Krux liegt tatsächlich in der Unterscheidung der verschiedenen Formen des Wunsches, Nahrung aufzunehmen.

Eigentlicher Hunger: Wenn man den halben Tag nichts gegessen hat, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass man wirklich echten eigentlichen Hunger hat. Der Körper verlangt nach Nährstoffen. Hunger kommt schleichend und vor allem lässt er sich unter normalen Bedingungen gut aushalten. Eigentlicher Hunger muss nicht in der nächsten Sekunde gestillt werden. Man kann ihn zu Recht als unangenehm empfinden, aber man wird “nicht gleich vom Fleisch fallen”, wenn man auf die nächste Mahlzeit noch eine Stunde warten muss. Bei eigentlichem Hunger ist es – zumindest nach meiner Erfahrung – relativ (!) egal, was ich dann esse.
Ich bin sogar in der Lage, geeignete Speisen auszuwählen oder was Richtiges zu kochen, wenn ich einfach nur Hunger habe.

Die Gier hingegen verlangt nach sofortiger Befriedigung und konzentriert sich häufig auf ein bestimmtes Lebensmittel. (Gerne Chips und Schokolade, seltener Radieserln oder Äpfel…seltsam)

Der Appetit kommt in beiden Varianten vor. Ich kann Hunger haben und Appetit auf Spaghetti Bolognese und kann mir die Zeit nehmen, diese zuzubereiten. Die Gier auf Schokolade lässt mir diese Zeit nicht.

Tatsächlich haben Gier und Hunger “Orte”, wo man sie spüren kann. Es dauert allerdings, das herauszufinden. Mitunter Jahre.
Neulich kaufte ich mir in der Früh in der Bäckerei die Brezn für mein Mittagessen. Aus einer Laune heraus kaufte ich auch eine Rosinensemmel. Noch während ich beide Tütchen in meine Tasche steckte, überkam mich eine große Gier, diese Rosinensemmel sofort zu essen, obwohl ich eine Minute zuvor noch keinerlei Hunger verspürt hatte. Parallel dazu setzte ein seltsames ziehendes Gefühl in der unteren Rippengegend ein. Diese Erkenntnis, dass ich möglicherweise gerade ein Unterscheidungsmerkmal gefunden hatte, hat mich dann schlagartig fasziniert. Ich konnte die Rosinensemmel in die Tasche packen. Und ohne das Erlernen des Hungerhabens, wäre mir das vermutlich noch lange nicht klargeworden.
Mein Erkenntnishunger (haha!) ist übrigens recht ausgeprägt. Ich konfrontiere mich ab und zu gerne mit Lebensmitteln, die ein gewisses Gierrisiko bergen und zu sehen, ob sich das “Ziehen” reproduzieren lässt.
Das tut es. Und ich kann das Lebensmittel tatsächlich stehen lassen, wenn es nicht in den Kalorienplan passt. Das ist auch seltsam.
Woran ich noch arbeiten muss, ist die Frage, warum die Gier überhaupt auftritt.

Das Weglassen des Frühstücks durch die Erkenntnis, dass ich in der Früh nicht unbedingt etwas essen muss oder will, und habe dann den halben Tag Zeit, auf das Hungergefühl zu warten. Irgendwann setzte dann tatsächlich ein Gefühl in der Magengrube ein, aber kein Verlangen, unmittelbar etwas zu essen. Ich reize das an manchen Tagen echt aus, um zu spüren, wie sich Hunger anfühlt. Bei den meisten Diäten, die in meinem Leben bisher gemacht habe, ging es (mir) vor allem darum, das Hungergefühl (oder was ich dafür hielt) in Schach zu halten. Diesmal liegt ein Nebenziel darin, Hunger zu lernen und quasi als Verbündeten anzusehen, wenn es um den richtigen Zeitpunkt für’s Essen geht und vor allem auch, um die richtige Menge an Essen auszuloten. Und zu lernen. Gier auszuhalten. Mein Verhältnis zum Essen hat sich sehr geändert.

An Tagen, wo ich mir meine Essenszeiten nicht selbst ausssuchen kann, esse halt im Zweifel auch dann nichts, wenn ich Hunger habe, weil ich etwa Abends ins Restaurant gehen möchte und mir das Kalorienbudget einteilen muss.

Ich verstehe auch das Gewese um die Bedeutung regelmäßiger Mahlzeiten nicht mehr. Wenn man ein ungesundes Verhältnis zu Essen hat, ist das nach meiner ganz persönlichen Auffassung eine ziemlich dumme Idee. Essen ohne Hunger zu haben, Essen allein aus (gesellschaftlicher) Konvention etc ist eher eine Garantie dafür, ein persönliches Problem nie so richtig in den Griff zu kriegen. Ach ja, es gibt auch Leute, die regelmäßigen Mahlzeiten predigen und einem bei eben diesen Mahlzeiten Vorhaltungen machen, man sei zu dick und würde falsch essen. Besorgt euch doch bitte ein eigenes Leben!

Aus diesem Grund sehe ich die ewigen Predigten, auch dann zu trinken, wenn man gerade keinen Durst hat, etwas kritisch. Es wäre wichtiger, das Durstgefühl in seinen Abstufungen wahrzunehmen und dann zu trinken und es nicht zu übergehen und sich dann ein eine App zu installieren, die einen ans Trinken erinnert. Ihr findet das idiotisch? Ich auch.

Projekt Speckweg #1 | Ein Experiment

Nikki im September 2016

September 2016

Ich hatte die Idee, das #projektspeckweg zu verbloggen. Es gab zumindest bei 3,5 Leuten das höflich vorgetragene Interesse, dies auch lesen zu wollen. Also gut. Es wird eine Serie draus, da ich nicht alles in einen Artikel quetschen möchte. Themen, die jetzt nicht behandelt werden, kommen dann eben später.

Es begann mit meiner schon immer währenden Verwunderung darüber, wovon dünne Menschen eigentlich leben. Nun lebe ich mit einem dünnen Menschen zusammen, aber dessen Nahrungsmittelkonsum ist vielleicht keine geeignete Vergleichsgrösse. Männer verbrauchen eh mehr Kalorien. (Das Y-Chromosom ist echt der Burner!).

Ich beschloss also vor 10 Wochen mehr aus einer Laune heraus, auf Basis dessen, was bei meinem Normal- oder Idealgewicht eine akzeptable Verzehrmenge wäre (gemessen in kcal) zu essen, Eigentlich sogar weniger als das. Da ich die Weight Watchers Punktezählerei noch von meiner großen Abnahme 2003-2005 (damals minus 55kg) kann und man das eigentlich nie wieder aus dem Kopf raus bekommt, zähle ich halt Punkte. Allerdings wollte ich es dieses Mal anders angehen. Bei WW und anderen Diät- und Abnehmprogrammen geht man – zumindest nach meiner Erfahrung – nie vom individuellen Bedarf an Kalorien aus, sondern nur von Mittelwerten. Das ist im Grunde auch okay, aber ich wollte es genauer wissen.

Im Internet fanden sich dann auch diverse Grundumsatzrechner und ich ermittelte mehrere Werte. Diese waren auch nur Mittelwerte, aber mit irgendwas musste ich ja anfangen.

  • Grundumsatz bei Zielgewicht
  • Kalorienverbrauch bei Zielgewicht mit Bewegung
  • Grundumsatz beim aktuellen Gewicht
  • Kalorienverbrauch beim aktuellen Gewicht mit Bewegung.

Die Rechner nehmen alle die Tätigkeit als Grundlage für die Berechnung. Nun habe ich zwar einen sitzintensiven Job, bin aber dank ÖPNV-Nutzung meist zu Fuß unterwegs oder stehe in überfüllten Bussen und Bahnen. Diese Variante berücksichtigen die Verbrauchsrechner in der Regel nicht. Ich entschied mich Pi*Daumen für einen Wert. Da ich es im bisherigen Verlauf genauer wissen wollte, habe ich weiter getüftelt. Das “Genauer” ist inzwischen eine Exceldatei, die mir – unter anderem- täglich den zum Gewicht passenden Kalorienbedarf berechnet. Da die damit errechnete Abnahme (eingesparte Kalorien/7000) und die tatsächliche Abnahme ziemlich dicht beieinander liegen, ist meine nachjustierte Verbrauchsannahme wohl einigermaßen korrekt.

Aber zurück zum Experiment.

Ich nenne es nicht Diät, da ich meine Ernährung umgestellt habe. Diät heisst es eigentlich nur, wenn mir Menschen Essen aufdrängen wollen. Diät versteht jeder. Ernährung umgestellt ist erklärungsbedürftig und dazu habe ich nicht immer Zeit und auch nicht immer Lust. Es ist eine eiweißreiche fettreduzierte fleischarme Mischkost. Was ich genau esse, ist in dem Kontext eigentlich egal. Mir ging es eher um die Portionsgrößen und um die Frage, ob ich mit einer Essensmenge, mit der eine Person von 70kg Lebendgewicht noch abnähme, klarkommen würde. Die Antwort lautet inzwischen: Ja. Die Idee ist, dass ich mich dann am Ende der Abnehmphase an die Essensmengen gewöhnt habe.

Wenn ich in der früh nichts esse, komme ich relativ lange ohne Essen aus. Das ist keine neue Erkenntnis. Deswegen beschloss ich, erst dann etwas zu essen, wenn ich *wirklich* Hunger habe. Wenn ich früh anfange zu essen, esse ich potentiell den Tag über mehr und habe auch mehr Hunger (oder was ich bisher dafür hielt). Die ersten Tage wartete ich als primär auf das Aufkommen von Hunger und aß erst dann etwas.

Einge wesentliche Änderungen:

  • Ich frühstücke nicht mehr. Jahrzehnelang habe ich morgens etwas gegessen, obwohl ich morgens eher Appetit als tatsächlichen Hunger habe, weil “die wichtigste Mahlzeit” und weil ich jederzeit essen konnte. Wenn ich jetzt erst gegen Mittag etwas esse, esse ich den Tag über generell weniger und überziehe nicht. Ich esse dann, wenn ich Hunger habe und Hunger zu haben, musste ich erstmal lernen. Wenn mir jemand mit so einem Schmarrn wie “Aber das Frühstück ist doch die wichtigste Mahlzeit des Tages!!!!11 Blablabla!” um die Ecke kommt, dem schenke ich alle Kilos, die zum fraglichen Zeitpunkt noch zuviel sind.
  • Ich habe gelernt, Hunger auszuhalten. Das klingt jetzt arg nach Selbstkasteiung, ist es aber nicht. Für jemanden, der sein bisheriges Leben lang immer versucht hat, Hunger gar nicht erst aufkommen zu lassen, ist das eine sehr wichtige Erfahrung. Ich esse ausreichend, aber ich muss nicht mehr beim leisesten Anflug von Magenknurren Kalorien einwerfen. Dem Thema Hunger werde ich einen eigenen Blogbeitrag widmen.
  • Ich habe gelernt, tatsächlichen Hunger, Appetit und Gier auseinanderzuhalten.
  • Mein Verhältnis zu Essen hat sich – im Vergleich zur Abnahme 2003-2005 – nochmal erheblich gewandelt. (Auch das werden eigene Beiträge.)
  • Ich habe ein Tageslimit (wie damals), aber das funktioniert nur als Begrenzung nach oben. Wenn ich 500kcal weniger esse als das, weil ich an vielen Tagen wenig Hunger habe, ist das okay. Es gibt einfach keinen Grund, irgendwelches Zeug in sich reinzustopfen, nur weil man ein angebliches Kaloriensoll noch nicht erfüllt hat. (Hunger haben, ihr wisst schon…)

Ja, ich habe Fettlogik überwinden gelesen, aber erst nachdem ich schon mit dem Experiment begonnen hatte. Das Buch hat mich mit meinen theoretischen Annahmen bestärkt.

Ein paar Bemerkungen am Rande: Ich komme mit der gewählten Methode sehr gut klar. Es ist mir vollkommen piepschnurzegal, ob ich mit Paleo-Low-Vegan-Carb-Blutgruppen-Tralala 100 Gramm mehr in der Woche abnehmen könnte. Ich glaube nicht, dass einzelne Nahrungsmittel böser sind als andere und quasi schon vom Anschauen dick machen. Abnehmen ist eine relativ einfache Input-Output-Rechnung. Friss weniger als du verbrauchst. Daran halte ich mich. Wenn ich Religion möchte, gehe ich in eine Kirche.

Und für die Sensationsgierigen unter euch kommen jetzt endlich die Zahlen:

  • Startgewicht: 150kg (ja, richtig gelesen)
  • Vorläufiges Zielgewicht: 70kg
  • Gesamtabnahme nach Ende der 10. Woche: 15,9 kg (Entspricht 19,8 % des geplanten Gewichtsverlustes).

Danke Piraten!

Ich habe mich entschlossen, die Piratenpartei zu verlassen. In Zukunft werde ich mich bei Claudia Stamm und ihrer Initiative Zeit zu Handeln engagieren.

Danke Piraten, es war eine gute, intensive und sehr prägende Zeit!

Cheesecake Weihnachtsedition auf Spekulatiusboden

Die Gäste wolltenforderten Cheesecake (in meinem Sprachgebrauch die ungebackene Variante mit Frischkäse) und ich wollte der Angelegenheit einen saisonalen Anstrich geben. Das kam dabei heraus. Der Spekulatiusboden ist übrigens der Knaller!

Zutaten

Basiszutaten in festen Mengen

  • 200g Gewürzspekulatius
  • 60-75g geschmolzene Butter
  • 900g Frischkäse Natur in Doppelrahmstufe (Marke egal)
  • 2 Beutelchen Sahnesteif
  • 100g Schokodrops

Zutaten, die abgeschmeckt werden müssen

  • Lebkuchengewürz (alternativ: nur Zimt)
  • Puderzucker
  • Orangenaroma (als Schalenabrieb einer unbehandelten Orange, Fertigprodukt oder Flüssigaroma)

Tools

  • 26cm Springform
  • Backpapier
  • Glas o.ä. mit flachem Boden zum Andrücken der Kekspampe
  • Küchenmaschine mit Zerkleinerungsfunktion (alternativ: Gefrierbeutel und Nudelholz)
  • Küchenmaschine mit Rührfunktion (alternativ: Schneebesen und Muskelschmalz)
  • Gfls Rührschüssel
  • Platz im Kühlschrank.

Verarbeitungstemperatur der Zutaten: Zimmerwarm

Kühlzeit: 6-8h

Kalorien: Ja

Zubereitung

Zunächst Backpapier glatt über den Bodenteil der Springform legen, dann den Rahmen drüberklemmen und aussen überschüssiges Papier soweit grob abschneiden, dass es nicht im Weg ist.

Dann werden die Spekulatius zerbröselt und mit der geschmolzenen Butter gut vermischt. Die Brösel werden in der Backform verteilt und gut angedrückt. Erst mit den Händen gleichmäßig verteilen und dann mit einem Glas oder einem anderen Gegenstand mit einem flachen Boden gut anpressen. Ich verwende einen Stempel für Burgerpatties. Espresso-Stempel funktionieren auch gut. Die präparierte Backform verschwindet dann erstmal im Kühlschrank, damit der Boden fest werden kann.

Den zimmerwarmen Frischkäse in das Rührbehältnis füllen und erstmal glattrühren. Dann Sahnesteif hinzugeben und verühren.

Würzen

Hier schreibe ich keine Mengenangaben dazu, weil die Geschmäcker verschieden sind. Ihr müsst die Käsemasse wirklich abschmecken. Bitte beachten, dass das Lebkuchengewürz “zieht” und seinen Geschmack erst noch entfaltet. Nachlegen geht immer, herausnehmen nicht. ;-)

Den Puderzucker löffelweise hinzugeben, bis es euch süß genug ist. Dann Lebkuchengewürz in kleinen Mengen hinzugeben, bis es euch genug nach Weihnachten schmeckt und ein paar Tropfen/Prisen Orangenaroma, um’s geschmacklich abzurunden. Zwischendurch immer gut rühren.

Zum Abschluss kommen noch die Schokodrops in die Masse und eventuell Krokant. Allerdings ist der Krokant in der feuchten Creme aufgeweicht und war nicht mehr krokantig. ;)

DIe Masse wird dann in die Backform auf den Keksboden gegeben, gleichmäßig verteilt und glattgestrichen und dann mindestens 6-8h in den Kühlschrank gestellt. Man kann den Kuchen auch super am Vortag zubereiten.

Zum Servieren mit einem Messer den Kuchenrand von der Springform lösen, Rahmen entfernen, anschneiden, essen.

 

 

 

Kandidiert gefälligst!

Dieser Post wurde 2012 im alten Blog bereits veröffentlicht und erschien auch bei Carta.

cropped-DSC_6605-1.jpgDer tatsächliche oder gefühlte Frauenmangel in der Piratenpartei führt angesichts diverser Vorstandsneubesetzungen oder Kandidierendenlisten für kommende Parlamentswahlen zu merkwürdigen Reflexen. Da wird von Personen jedweden Geschlechts gewettert, daß zu wenige Frauen überhaupt antreten und von denen auch nicht alle gewählt werden. Manchmal auch keine. Das ist blöd. Aber im Rahmen von demokratischen Wahlverfahren möglich und zulässig, eine gegebene Person nicht zu wählen. Sonst könnte man sich den ganzen Aufriß mit den Wahlen sparen und einfach per Losverfahren den Vorstand bilden und diesen paritätisch besetzen.

Das Wort “Wahl” ist bekanntermaßen Bestandteil des Wortes Auswahl und wenn ich (als Frau) von beispielsweise fünf Kandidatinnen alle auf die Liste wählen soll, fühle ich mich als Wählerin um mein Wahlrecht betrogen, weil ich ja keine Auswahl mehr habe. Soll ich ernsthaft eine esoterische Verschwörungstheoretikerin (willkürliches Beispiel) wählen, nur um den Frauenanteil in einem Vorstand oder einer Liste zu erhöhen? Geschlecht ist keine Leistung. Und erzähle mir bitte niemand, daß das dann etwas anderes sei, als die vielgescholtene Alibi- oder Quotenfrau. Ist es Sexismus, wenn niemand die beispielhafte esoterische Verschwörungstheoretikerin in Amt und Würden sehen möchte? Oder kann es auch im Sinne der Frauenmangelzustandsbeklagenden zulässig sein, sogar eine Frau aus sachlichen Gründen nicht zu wählen.

Hinsichtlich des passiven Wahlrechts werden die Anforderungen nicht wirklich besser. Ginge es nach einigen rigorosen Frauenanteils-Verfechter[inne]n, müsste jede Piratin automatisch für Ämter und Mandate zur Verfügung stehen und das ungeachtet der persönlichen Präferenzen. Das hat dann mit weiblicher Selbstbestimmung nichts mehr zu tun. Und ich (als Frau) möchte auch gerne selbst entscheiden, ob ich mich zur Wahl stelle oder nicht. Und dann bitte auch ohne dann von verschiedenen Seiten angemotzt zu werden, wenn ich mich dagegen entscheide. Es haben nicht zwingend alle, die sich politisch engagieren, ausreichend Spaß an Parlaments- oder Gremienarbeit. Es gibt bei allen Geschlechtern Personen, die ihrem “Brotberuf” den Vorzug geben und die Parteiarbeit in der Freizeit machen wollen. Das muß so akzeptiert werden und ich erwarte hier einfach mehr Respekt vor den persönlichen Entscheidungen anderer.

Brot!

Manèle hatte kürzlich das famose Brot aus dem Bräter gebloggt. Da es ziemlich gut gelungen war, habe ich dann einen zweiten Versuch unternommen. Diesmal habe ich allerdings die doppelte Menge an Teig produziert und noch einige andere Dinge verändert. Zum Beispiel war nicht mehr genug 550er Mehl da. ;)

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Zutaten:

Trocken:

  • 1000g Mehl (davon 2/3 550er Weizenmehl, der Rest 1/3 Roggenmehl Type 997und 2/3 Weizenmehl Type 405)
  • 3 Beutel Trockenhefe
  • 2/3 Beutel Zitronenschale (Alnatura)
  • 4 TL Salz

Flüssig:

  • 3 Tassen lauwarmes Wasser
  • 2 Tassen lauwarmes Dunkelbier
  • (Eine Cup/Tasse = 237ml)

Die Zutaten nach Anleitung zusammengerührt und diesmal 22h gehen lassen. Bei der Teigmenge braucht man eine sehr große Gärschüssel!

Backzeit mit Ober/Unterhitze:

  • 30 Minuten mit Deckel
  • 20 Minuten ohne Deckel (dann Stäbchenprobe)
  • Dann den Ofen ausgeschaltet und nochmal 10-20min im Ofen rumstehen lassen, rausgenommen und auf einem Abkühlgitter abkühlen lassen.

Ja, es schmeckt! ;-)

White Chocolate Cheesecake

White Chocolate Cheesecake

Schnelles Beweisfoto, bevor die gierige Meute sich den ganzen Kuchen einverleibte.

Dieser Kuchen muss nicht gebacken werden. Allerdings sollte er mindestens 8 Stunden gekühlt werden. Ich empfehle die Zubereitung am Vorabend.

Die Zutaten (26cm Springform):

Boden:
200-300g Vollkornbutterkekse (alternativ Vollkornzwieback) oder Graham Crackers
ca. 85g geschmolzene ungesalzene Butter (oder grob 1/3 Butterpäckchen)
Zucker (3 TL)

Füllung:
5 Packungen 200g Frischkäse “natur” (Doppelrahmstufe)
2 Beutel Paradiescreme “Weisse Schokolade” (Alternativ Vanille)
600ml Milch für die Paradiescreme.
1 Tafel Weisse Schokolade (in kleine Stücke gehackt)
Puderzucker
2 Päckchen Vanillezucker

Werkzeuge:
26cm Springform
Flaches Dings (Stempel) zum Stampfen des Tortenbodens (zB ein Glas mit flachem Boden)
Backpapier
Platz im Kühlschrank
Achtung! Die Füllung hat ein ziemliches Volumen. Wenn eure Rührschüssel nicht groß genug ist, teilt eure Zutaten auf zwei Etappen auf.
Küchenmaschine (oder: Handmixer und Nudelholz)
Selbstbeherrschung

Zubereitung:
1) Paradiescreme nach Anleitung zubereiten und kaltstellen. Sie muss nicht vollständig durchgekühlt sein, aber im Kühlschrank wartet sie besser als draussen.
2) Boden: In der Küchenmaschine werden die Kekse geschreddert. Es dürfen am Ende auch ein paar gröbere Stücke dabei sein. Dann wird die flüssige Butter hinzugefügt und gut durchgemischt. Die richtige Konsistenz fühlt sich an wie feuchter Sand. Diese Keksmasse kommt dann in die Springform, wo ihr das Backpapier auf den Boden gelegt habt. (Ich klemme das Papier mit der Springform fest und schneide aussen die Überstände ab.) Die Masse wird gleichmäßig verteilt und dann mit dem Stempel gut festgedrückt bzw. gestampft. Die Tortenform wandert dann für 20min in den Kühlschrank. Wer keine Küchenmaschine hat, füllt die Kekse in einen Gefrierbeutel und klopft sie mit einem Nudelholz bröselig.
3) Füllung: Der Frischkäse kommt in die Rührschüssel und wird glattgerührt. Dann können 2 Päckchen Vanillezucker dazu und Puderzucker nach Geschmack. (probiert einfach, wann euch die Creme süß genug ist) Die Schokostückchen unterrühren. Dann die Dessertcreme unterrühren. Vorkosten. Jetzt kommt das mit der Selbstbeherrschung. Die Käsekuchenmasse kommt in die Tortenform, wird gut verteilt und glattgestrichen und wandert für mindestens 8 Stunden in den Kühlschrank.

Varianten: Andere fluffige Dessertcremes als Zutat ergeben andere Geschmacksrichtungen. Für die Zitronen-Variante würde ich die Käsemasse mit geriebener Zitronenschale und Zitronenaroma würzen und die Schokostückchen weglassen.

Piratiger Aschermittwoch 2015

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Bild: Emmanuelle Roser

 

Die Rede schriftlich: PAM15_nbritz

Eine Presseerwähnung mit Audiobeiträgen: Und emsig buhlt das Eichhörnchen.

Noch eine Presseerwähnung: Münchner Merkur

Die Rede als Video: [kommt noch]

Netzneutralität und Innovation

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War früher denn alles besser?

Frau Merkel hat jüngst der Netzneutralität das Existenzrecht abgesprochen. Dieser häufig vernachlässigten Teil der Netzpolitik ist allerdings ein essentieller Teil eines Netzes, dass Partizipation erst ermöglicht. Aber vielleicht ist die Schaffung postdemokratischer Zustände und die Abschaffung von Partizipationsmöglichkeiten ja das eigentliche Ziel. Jenseits vollmundiger Sonntagsreden vom “Dialog mit dem Bürger”.
Netzneutralität. Dieser eher sperrige Begriff beschreibt, dass Daten unabhängig von Art und Inhalt durchgeleitet werden. Das Netz ist also quasi die Schweiz gegenüber den transportierten Inhalten. Nun möchten Internetzugangsanbieter zum Zwecke des Geldverdienens diese Neutralität aufheben.

Geld verdienen wollen ist ja nun per se nichts Schlechtes. Wenn jedoch der Wunsch einiger nach mehr Profit aufgrund gezielter Lobbyarbeit einerseits und mangelnden Verständnisses der innovativen Kraft eines freien Internets zu gesetzlichen Regelungen führt, haben wir ein Problem. Diese Regelungen führen Einschränkung und künstliche Verknappung ein, wo sich zuvor Angebot und Nachfrage weitestgehend selbst geregelt haben. Was genau hat das mit freier Wirtschaft zu tun? Wir sprechen angesichts solcher Entwicklungen nicht von einem Europa der Menschen, sondern von einem Europa der weltweit agierenden Konzerne, die hier über Lobbyarbeit im Hinterzimmer politische Entwicklungen in ihrem Sinne beeinflussen. Und Netzneutralität ist schädlich für die Lizenz zum Gelddrucken.

Dabei ist die genannte technische Gleichgültigkeit ist eine Errungenschaft, weil sie Zugang zu weltweiten Kommunikationsmitteln in dramatischer Weise demokratisiert hat. Viele Ideen und auch Geschäftsmodelle wurden nur so erst möglich. Sie garantiert Meinungs-, Informations- und Pressefreiheit und schafft Raum für gesellschaftliches Engagement. Nun müssen wir diesen Raum zur lokalen und globalen Vernetzung wieder verteidigen. Vor einigen Monaten hat beispielsweise die Telekom angekündigt, die schon im mobilen Datenverkehr ebenso übliche wie nervige Bremse einzuschalten, wenn das gekaufte schnelle Volumen verbraucht ist. Das erscheint auf den den ersten Blick zulässig. ABER Gibt es technische Gründe Bandbreite einzusparen? Bei verkabelten Anschlüssen, wie DSL zu Hause: Nein. Im Backbone gibt es auch keine Probleme. An den Datenaustauschpunkten der großen Provider auch nicht. In Großstädten werden verstärkt Glasfaseranschlüsse ausgerollt und verkauft, also auch nein. Im Mobilfunk stellt sich diese Situation unter anderem aufgrund begrenzter Frequenzen anders dar. Deswegen gelten die genannten Einschränkungen nicht für Dienste, die entweder vom Provider selbst oder seinen Partnerfirmen angeboten werden. Die Bandbreite ist ja vorhanden. Und genau in diesen Partnerangeboten liegt die Krux und die Innovationsfeindlichkeit von gedrosselten oder gesperrten Internetzugängen. Denn hier sichern langfristig marktdominierende Unternehmen ihre Marktdominanz. Für sich selbst und ihre Partnerfirmen, weil die User von anderen Angeboten gezielt ferngehalten werden.

Das hat zur Folge: Der Zugang zu eigentlich freien Inhalten oder denen alternativer Anbieter wird eingeschränkt oder gar nur gegen Zahlung erlaubt. Für Anbieter dieser freien Inhalte und für die Nutzer wird es auf diese Weise teurer. Stellen sie sich vor, Sie müssten bei ihrem Internetzugang ein “Musikpaket” dazukaufen, als Zusatzvolumen oder Zugriffserlaubnis. Und wozu? Um legale Musikangebote im Internet anhören zu können. Dabei sind es weniger die steigenden Kosten, die uns schwer im Magen liegen. Es ist die Entdemokratisierung des Internets, die eine direkte Folge exklusiver statt inklusiver Zugangsmodelle ist. Und es ist die Gefahr vom Zugangssperren, die den Zugriff auf Inhalte verhindern, deren Anbieter sich den Partnerstatus der Zugangsprovider nicht erkaufen können.

Ohne Netzneutralität hat das Internet bald den drögen Charme deutscher Fußgängerzonen mit ihrer Monotonie der Handelsketten. Kleine originelle Geschäfte verschwinden und tauchen auch nicht wieder auf. Non-Profit-Angebote haben es da extrem schwer. Oder Bürgerinitiativen. Oder Selbsthilfegruppen. Oder kleine Parteien. Aber wahrscheinlich ist dies genau so gewollt. Aber diese Einschränkungen sind auch innovationsfeindlich. Im Internet ist heute der Vertrieb einer innovativen Idee oder Produkts sehr einfach, Man bekommt sein Produkt ohne Zwischenhändler direkt zum Konsumenten Dies gilt nicht nur für Produkte zum Anfassen, sondern auch für Ideen, Musik und schriftstellerische oder journalistische Ambitionen. Parteien, Bürgerinitiativen und Hilfsorganisationen können über das Netz Interessierte informieren und sich selbst organisieren. Jeder kann Inhalte anbieten. Und nur die Konsumenten sollten entscheiden, ob sie diese Inhalte konsumieren möchten oder nicht.

Denken wir an früher: Da bekam man in der Musikbranche nur eine Chance, wenn man den Plattenboss überzeugte. Heute kann man seine Musik selbst vermarkten und die Hörer allein entscheiden. Ich habe meine Teenagerzeit in den 80er Jahren in einer Kleinstadt verbracht, wo es einen recht gut sortierten Plattenladen gab. Aber eben auch nur den. Das, was es da nicht gab oder nicht im Radio lief, kannte ich nicht. Anderes Beispiel: Erinnert sich noch jemand an die Public Domain Software oder Shareware, die es in kleinen Sortimenten den 90er Jahren in Supermärkten zu kaufen gab, bevor Softwaredownloads im Internet möglich waren. Mal ehrlich, wünscht sich jemand diese Zeiten ernsthaft zurück? Dank dem Internet hat auch Randgruppenmusik die Chance und die Musiklandschaft ist vielfältiger. Wenn die Netzbetreiber die Seite einer Band nur gegen Gebühr mit der für Musikstreaming notwendigen Geschwindigkeit durchleiten, gibt es neue Hürden. Die großen Plattenfirmen können Verträge mit den Netzbetreiber abschließen, damit ihre Angebote ohne Tempolimit erreichbar sind. Und einige wenige entscheiden wieder über das, was den Musikfans gefallen soll. Allein das als „ausreichend“ zugestandene Inklusivvolumen macht die Willkür deutlich, mit der hier Güter künstlich verknappt werden.

Die Folge: Musikschaffende müssen sich wieder bei den Plattenbossen beliebt machen, um eine Chance zu bekommen. Wenn die alten Zugangsschranken zu Märken nicht mehr existieren, denkt man sich einfach neue aus – in Form künstlicher Zugangserschwernisse. Soll so Wirtschaftsförderung aussehen? Oder soll hier nur die bekannten internationalen Konzerne wieder gepampert werden? Die Piratenpartei fordert eine gesetzliche Festschreibung des neutralen Charakters der Datendurchleitung im Internet ein um Informations-, Presse- und Meinungsfreiheit zu sichern und die Innovationsfähigkeit des Netzes zu erhalten.

Die Forderung nach „Managed Services“ und Premiumangeboten, um diese als gesetzlicher Quasi-Standard einzuführen, gefährden diese Innovationskraft. Die Piratenpartei lehnt es ab, die Übertragung von Daten durch die Einführung von Güteklassen, Angebotseinschränkungen oder Zugangserschwernissen zu beschneiden. Das Internet muss ein Ort der Innovation und Gleichberechtigung bleiben, hier muss der Gesetzgeber ein klares Bekenntnis zur Neutralität des Netzes abgeben.

Sonntagsrant statt Sonntagsrede

Gehalten auf dem Bezirksparteitag Oberbayern am 23.11.2014 in Geretsried. Inhalt vermutlich von bundesweiter Anwendbarkeit.

Hallo Piraten,

waren das noch herrliche Zeiten, als uns die Wahlerfolge
wie gebratene Tauben in den Mund flogen.
Jetzt sind die Umfragen und Wahlergebnisse im Arsch
und so mancher Pirat lässt sich nur noch mit Mühe
hinter dem warmen Ofen hervorlocken.
Infostand? Och nö, lieber die Fußnägel abkauen,
weil jemand auf Twitter was Blödes gesagt hat.
Oder andere wegen irgendwelchem internen Müll ankacken.
Das fällt scheinbar leichter, als dem politischen Wettbewerb
auf den Teppich zu scheissen.
Und erfordert im Zweifel auch weniger Faktenwissen.

Ja, Damals war alles super. Inzwischen ist die Party vorbei,
viele Gäste sind gegangen und ich glaube nicht,
dass es wieder so wird wie damals. Aber es wird anders.
Wir – die politische Bewegung und die Partei – entwickeln uns weiter.
Es bringt nichts, alten Zeiten hinterherzutrauern
oder den „Geist von 2009“ wieder heraufbeschwören zu wollen.
Das ist konservativ. Und stinkt nach Mottenkugeln.

Manchmal denke ich, der Hype war das Beste und
zugleich das Schlechteste, was uns passieren konnte.
Hypes sind wie Sintfluten.
Alles, was nicht festgezurrt ist, wird weggespült.
Und oben auf der Welle sieht man nicht, was unten alles absäuft!
Was übrig bleibt sieht man, wenn’s vorbei ist. Oftmals nicht viel.

Um bei den biblischen Vergleichen zu bleiben:
Die Vertreibung aus dem Umfrageparadies,
die Bewachung der Tore durch die Erzengel Emnid und Forsa
und das Hinausstoßen in die kalte Ödnis
der politischen Bedeutungslosigkeit und
der harten politischen Arbeit schmerzt ganz
gewiß vor allem diejenigen, welche sich schnelle Erfolge
erhofft hatten.

“Die Politik”, schrieb Max Weber 1919,
„bedeutet ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich.“
Anders gesagt: Politik ist nichts für Däumchendreher,
für Schnarchnasen und Fußnägelknabberer.

Hat jemand von euch nach der Bundestagswahl 2009
oder vor Berlin ernsthaft geglaubt, dass der Einzug
in die Parlamente wie eine Art Lotteriegewinn funktioniert?
Man kauft ein Los und mit ein bisserl Glück sitzt man im Bundestag.
Oder so.

Seid ihr vielleicht Schönwetterpiraten?
Die erst beim nächsten Umfragehoch wieder so richtig
in die Puschen kommen?
Seid ihr immer nur Fan von dem Fussballclub, der gerade
den Meistertitel geholt hat?

Eine Partei ist doch kein Schulheft, dass man wegwirft,
wenn man sich ein paar Mal verschrieben hat und
damit keinen Preis mehr im Schönschreiben gewinnen kann.

Dazu haben wir doch zu viel zu sagen und viel zu bieten.
Wollt ihr die Etablierten wirklich die
digitale Revolution kaputt machen lassen ?
Ihren Überwachungswahn auf allen Gebieten ausleben lassen?
Nicht mal auf dem Klo hat man seine Ruhe! Der Krankenkassen APP
sei Dank. Unsere Arbeit fängt gerade erst an!

Klar ist das schwer mit ausschließlich ehrenamtlichen Strukturen,
aber so ist es nun mal.
Mitgliedsbeiträge zu zahlen, wäre übrigens schon mal ein Anfang.
Allein, dass ich das erwähnen muss, ist schon gruselig.

Was wollt ihr eigentlich?
Endlich wieder die coolste Sau auf dem Hof sein?
Noch einen Hype? Wieder überrannt werden? Sich keinen Kopf machen
müssen um Strukturen? Weggespült werden von einer Erfolgswelle?

“Die Presse ignoriert uns!”
Klar ignorieren die uns, wenn wir den Arsch nicht hoch kriegen.
Um fit zu werden, reicht es nicht, nur Mitglied im Sportstudio zu sein.
Ihr müsst auch HINGEHEN! Das ist leider anstrengend.
Aber von nix kommt nix.

Und wo werdet IHR sichtbar?
In eure Tätigkeitsberichte schreibt ihr, dass ihr Mails verschickt habt.
Und sonst so?
Habt ihr schwer atmend auf dem Sofa gelegen und
den Zustand der Partei beklagt?
Wer sich nicht bewegt, bewegt auch nix.

Wer sind nur diese Piraten, die nur Dinge tun,
wenn jemand hinter ihnen steht. Und die Peitsche schwingt.
Hört doch auf die Asche anzubeten!
Gebt endlich wieder das Feuer weiter!

Was wir jetzt brauchen, ist die Umsetzung unserer Themen
in Aktionen. zB beim Kampf gegen Überwachung,
für Bürgerrechte, Teilhabe. Programm haben wir reichlich.
Wir brauchen öffentliche Aktionen! Mehr Öffentlichkeitsarbeit!
Mehr Kampagnen! zB WLAN Störerhaftung. zB Überwachung!
Und wir brauchen jede Hand. Jede!
Wenn Ihr was macht, dann kommuniziert es auch!
Wenn niemand davon weiss,
ist es so, als hätte es nie stattgefunden.
Zieht euch die T-shirts, die Buttons an und raus mit Euch.
Gebt Euch als Piraten zu erkennen, vernetzt Euch.
Jeder Bürger sollte mal Kontakt zu einem Piraten gehabt haben,
um die dusseligen Vorurteile loswerden zu können.
Fangt endlich an politisch zu arbeiten.
Der Appetit kommt beim Essen.
Auch wenn das Klinkenputzen zunächst sehr mühsam erscheinen mag.

Ich fordere von euch, politisch zu arbeiten.
Ausschließlich parteiinterne Vorgänge zu kommentieren,
ist KEINE politische Arbeit.
Wozu seid ihr in eine Partei eingetreten?
Politik besteht nicht nur aus Plakatekleben. Aus dem Dreck können wir
den Karren aber nur gemeinsam ziehen.
Und dazu muss jeder seinen Teil beitragen.

Denkt bitte immer daran, warum ihr PIRATEN seid!
Weil ihr ohne Überwachung leben wollt.
In Freiheit und selbstbestimmt.
Weil ihr findet, dass Demokratie zu wichtig ist, um ihre Gestaltung
multinationalen Großkonzernen überlassen darf.
Weil ihr findet, das Abkommen á la TTIP, CETA & Co die
staatliche Souveränität zerstören.
Weil ihr glaubt, dass Teilhabe allen Menschen möglich sein muss.
Weil ihr glaubt, dass die Herkunft eines Menschen nicht seine
Zukunft bestimmen darf.

Weil euch täglich, wenn ihr die Zeitung aufschlagt, neue Gründe einfallen,
warum ihr Piraten seid und sein müsst.

Für Freiheit.
Für Bürgerrechte.
Für Transparenz.
Für Kontinuität.
Und für Teamwork!

Gemeinsam geil!

Spachtelmasse im Test

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Demorede “Stop Watching Us” in München

Bitte schalten Sie ihre Mobiltelefone aus. Wir werden überwacht.

Durch die Enthüllungen von Edward Snowden kam heraus,
dass jegliche elektronische Kommunikation
von den Geheimdiensten im großen Stil abgehört wird.
Amerikaner, Briten, Deutsche usw. Usw. Schnorcheln die gesamte
Bandbreite unserer Kommunikation ab.

Sind also die Leute selbst schuld, die das Internet nutzen?
Ist es alles ungefährlich, wenn man nichts zu verbergen habe?
Ist das ganze Thema zu abstrakt,
weil es noch keine Auswirkungen auf das persönliche Leben hat?
Weil niemand nachts deine Tür eintritt und dich abholt, weil du
etwas Dummes in einer Mail geschrieben hast?

Was viele vergessen:
Selbst wenn sie selbst das Internet nicht oder nur wenig nutzen,
hinterlassen ihre Daten trotzdem Spuren
Weil ihre Telefonverbindungen über das Internet gehen.
Versicherungen, Banken und Firmen bei denen Sie Kunde sind,
versenden IHRE Daten über das Internet.

Fühlt man sich wirklich wohl bei der ganzen Überwachung?
Früher hiess es: „Das geht keinen was an!“
Heute heisst es: „Ich habe nichts zu verbergen!“
Diese ganzen Leute, die nichts zu verbergen haben,
Haben die etwa kein eigenes Leben? Keine Gardinen am Fenster?
Kein Schloss an der Wohnungstür?
Wen zum Teufel gehen Ihre sexuellen Vorlieben etwas an?
Wieviele Menschen schalten inzwischen auf Demos
ihre Mobiltelefone aus, weil sie nicht bei der Wahrnehmung
eines Grundrechts von der Polizei erfasst werden möchten?

Überwachung löst nicht die Probleme,
die hinter Terrorismus und Kriminalität stehen.
Sicherheit ist kein Selbstzweck. Und es ist ein Totschlagargument,
dass man all diese Überwachung dringend brauche,
die Videokameras und das Abschnorcheln aller Kommunikation.
– wegen der Terroristen!

Ich weiss nicht, ob “Opfer eines Terroranschlags” zu werden
zum allgemeinen Lebensrisiko gehört, aber
es gibt einfach keine 100% Sicherheit.
Sollen wir glauben, es sei nur unfassbares Glück gewesen,
dass wir ohne die allgegenwärtige Überwachung von heute,
nicht bereits in den 80er Jahren täglich Opfer von
mindestens drei Terroranschlägen wurden!

Wollen wir ernsthaft unsere Freiheit preisgeben
für eine Illusion von Sicherheit?
Es gibt so viele anständige Menschen, die nicht wollen,
dass ein anderer ihre E-Mails liest. Aus Prinzip.
Das war es dann auch mit dem Enthüllungsjournalismus,
und der Pressefreiheit, nicht wahr?
Ab jetzt nur noch PR!

Mit den Folgen der Überwachung
haben wir alle zu kämpfen.
Verkneifen sie sich inzwischen bestimmte Wörter,
wenn sie E-Mails schicken?
Weil Sie fürchten, dass der lauschende Dritte
diese Mail falsch versteht?
Dann wirkt Überwachung!
Nicht gegen die Terroristen, sondern gegen SIE!
Und was hab ich kürzlich gehört? Das FBI hat Terroristen
AUSGEBILDET, damit sie jemanden zum Verhaften und
Verurteilen haben.
Merkt hier eigentlich noch jemand was?
Wer garantiert, dass nicht irgendwann
eine neue Dikatur über uns kommt?

Denken wir mal für einen Moment an die Diktaturen,
die dieses Land schon erlebt hat.
Glaubt noch irgendeiner, dass bei den
heutigen technischen Möglichkeiten ein Verfolgter
auch nur den Hauch einer Chance hätte?

Sind wir die Kriminellen oder die freidrehenden Geheimdienste?

Parlamentarische Kontrolle funktioniert dabei nicht,
denn die Dienste schweigen, manipiulieren,
vermeiden Antworten,
schwärzen Unterlagen oder
lügen ihrem eigenen Parlament ins Gesicht.

Hey Regierung, entscheide dich doch mal,
ob wir 80 Mio Terroristen sind oder
80 Mio Einfaltspinsel,
die man vor der Wahrheit schützen muss!

Die Geheimdienste, die sich nicht einmal entblöden,
die Abgeordneten in den Kontrollausschüssen ABZUHÖREN!
Oder die Regierung die Mitglieder der parlamentarischen
Untersuchungsausschüsse und Journalisten mit
STRAFANZEIGEN bedroht.
Geht’s eigentlich noch?

Wir sind alle verdächtig! Weil wir verschlüsseln,
weil wir auf unserer Privatsphäre oder Intimsphäre beharren,
weil wir unsere Geheimnisse behalten wollen!
in einer Welt ohne Geheimnisse.
abgesehen von den Geheimnissen der Regierung.
und Geheimverträgen. und Geheimdiensten.

Dabei könnte man eine Menge Fragen stellen.
Warum verachten Regierung und Geheimdienste
das Grundgesetz und brechen es wissentlich und willentlich?
Spielt Verfassungstreue in deren Politik überhaupt noch eine Rolle
oder ist das Grundgesetz eher lästig?
Wem sind die eigentlich verpflichtet?
Den USA, der NSA oder der Bundesrepublik Deutschland?
Gelten deren eigene Bürgerrechte mehr als die von
80 Millionen Menschen in Deutschland?
Warum müssen die für den Bruch des GrundGesetz bisher
keine Konsequenzen tragen, aber jeder
Bundesbürger durch Überwachung?

Und es sieht danach, dass unser ehrenwerter
Herr Aussenminister Steinmeier in einer “Operation Eikonal”
das Grundgesetz gebrochen hat. Damals… 2004 bis 2008.

NSA und BND arbeiteten in der “Operation Eikonal”
jahrelang zusammen,
um Internetdaten und Telefonverkehr in Frankfurt abzugreifen.
Dabei nahm billigend man in Kauf, dass Daten von Bundesbürgern
rechtswidrig in die USA gelangten.
Und das mit dem Segen des Mannes,
der heute unser Aussenminister ist.
Der damalige Chef des Kanzleramtes.
Frank Walter Steinmeier!

Der BND war offenbar sehr interessiert daran Daten
vom Internetknoten DE-CIX an die NSA weiterzuleiten.

Es muss mittlerweile jedem klar sein, daß Geheimdienste
auf Verfassungen, Verträge und Verabredungen
scheißen und jeder Geheimdienst alles abhört, was er
irgendwie kriegen kann. Egal wie.
Inklusive der eigenen Leute, Abgeordneten
und diese Daten und Leute dann auch
als Tauschmaterial für ausländische Geheimdienste
ans Messer liefert.

Herr Steinmeier, es ist wirklich eine Zumutung,
dass Sie Aussenminister von
80 Millionen potentiellen Terroristen sein müssen.
Wir würden Sie gerne von dieser Bürde entbinden.
HERR STEINMEIER, TRETEN SIE ZURÜCK!
Und nehmen Sie den Rest ihrer Verbrecherband gleich mit!

Käsekuchenmuffins!

blog-muffinsKürzlich hatte ich plötzlich die fixe Idee, ich müsste Käsekuchenmuffins backen. Das ist dabei rausgekommen. ;-)

Die Menge an Käsekuchenfüllmasse reichte im Erstversuch für 12 Muffins.Die Teigmenge würde für ein paar Muffins mehr reichen, da muss ich nochmal optimieren. Im schlimmsten Fall hat man am Ende noch ein paar reine Schokomuffins übrig. Das Teigrezept ist mein liebster Muffingrundteig, nur ergänzt mit Kakaopulver. Dadurch erinnert das Ergebnis ein bisschen an Zupfkuchen.

Für den Teig
300g Mehl
1 EL Backpulver
130g Zucker
1 TL Salz
1 Ei
250ml Milch
160ml Öl (oder geschmolzene Butter)
30g Kakaopulver (ungesüsst)

Für die Käsekuchenfüllung
1 Packung Ricotta
250g Quark (Halbfett)
1 Ei
1 TL Orangenschale (frisch geriebenen oder als Fertigprodukt, optional)
3-4EL Puddingpulver Vanille
2 EL Zucker (evt mehr)

Muffinblech und Papierförmchen.

Die Papierförmchen in die Form stellen und circa. halb mit Teig befüllen. Dann die Quarkmasse draufgeben und hinterher nochmal einen Klecks Teig geben.

Backofen (nicht Umluft) 170 Grad (bitte vorheizen). 20-25Min. Aber bitte im Auge behalten. Mit Holzstäbchen testen, ob die Muffins fertiggebacken sind.

Ich bin Pirat, weil

  • ich ohne Überwachung leben will und in Freiheit.
  • selbstbestimmtes Leben für mich eine zentrale Rolle spielt.
  • ich finde, dass unsere Demokratie zu wichtig ist, als dass man ihre Gestaltung multinationalen Großkonzernen überlassen darf.
  • ich es für unverzichtbar halte, dass die Prozesse der politischen Entscheidungsfindung nachvollziehbar sind.
  • ich finde, das Abkommen wie TTIP, CETA & Co die staatliche Souveränität bei der Gesetzgebung zerstören.
  • ich denke, dass Teilhabe allen Menschen möglich sein muss. Und das bezieht sich sowohl auf soziale Teilhabe als auch auf die Partizipation am politischen Geschehen und auf Bildung.
  • ich glaube, dass die Herkunft eines Menschen nicht seine Zukunft bestimmen darf.
  • ich meine, dass eine gute Bildung der Schlüssel zu einer besseren Gesellschaft ist und zudem ein selbstbestimmtes Leben erst möglich macht.
  • ich finde, dass Lobbyismus strenger Kontrolle und Transparenz unterworfen sein muss.
  • ich für die Gleichberechtigung aller Geschlechter eintrete
  • mir täglich neue Gründe einfallen, warum ich Pirat bin und sein muss.